Atemlos durch Tag und Nacht- Rettungsdienste an Altweiber im Dauereinsatz

Weiberfastnacht in Köln.

Bilanz der Feuerwehr Köln (offizielle Meldung Stadt Köln!)

Bei herrlichem Sonnenschein feierten viele Jecken Weiberfastnacht in der Kölner Altstadt. Die große Zahl der Feiernden führte wie in den letzten Jahren zu einem hohen Einsatzaufkommen im Rettungsdienst. In den letzten 24 Stunden wurden 973 Rettungsdiensteinsätze gemeldet. Das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr. 2014 waren es 828 Einsätze gewesen. In der Nacht brannte es außerdem in einem Wohnhaus in Mülheim.

Dies entspricht nahezu dem Dreifachen wie an einem durchschnittlichen Tag in Köln. Dieses hohe Einsatzaufkommen konnte nur bewältigt werden, weil alle am Rettungsdienst beteiligten Organisationen eng zusammen gearbeitet haben. ASB Köln, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst sowie die Feuerwehr hatten gestern insgesamt 62 Rettungswagen und 10 Notarzteinsatzfahrzeuge im Dienst. Unter den beteiligten Einsatzkräften waren auch viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

In Mülheim brannten gegen 0:30 Uhr Autositze im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses. Der giftige Rauch zog nach oben und drang auch in eine Wohnung im dritten Obergeschoss. Die Feuerwehr brachte das dort lebende Ehepaar über eine Drehleiter in Sicherheit. Gleichzeitig löschte sie den Brand und kontrollierte das Treppenhaus. Bei dem Feuer wurde niemand verletzt. Alle Bewohnerinnen und Bewohner konnten anschließend zurück in ihre Wohnungen.

Bilanz der Polizei Köln (offizielle Meldung der Polizei Stadt Köln)

Auftakt des Straßenkarnevals – erste Bilanz

Der Auftakt des Straßenkarnevals startete für die Polizei Köln zunächst ruhig. Trotz des schönen Wetters fanden sich die Jecken erst recht spät in den Innenstädten von Köln und Leverkusen beziehungsweise in den einzelnen Stadtteilen ein.

Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort und sorgte durch konsequentes Einschreiten und sichtbare Präsenz für Sicherheit. Die Taktik der niedrigen Einschreitschwelle ging, wie schon zur Sessionseröffnung im November auf. Straftäter oder aggressive Betrunkene wurden frühzeitig aus dem Verkehr gezogen sowie mit Platzverweisen belegt. Bereits gegen 11 Uhr haben die eingesetzten Kräfte einen alkoholisierten Mann in Gewahrsam genommen.

So gab es im Kölner Stadtgebiet bis 16.30 Uhr 32 Ingewahrsamnahmen und 48 Platzverweise. Zu vorgerückter Stunde und mit steigendem Alkoholpegel stieg die Zahl der Straftaten wie Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Beleidigungen an. Die eingesetzten Beamtinnen und Beamten schritten bei 17 Körperverletzungen und zwei Sachbeschädigungen ein. Ein Beamter wurde bei einem Widerstand leicht verletzt. Es wurden 36 Strafverfahren unter anderem auch wegen Taschendiebstählen eingeleitet.

In Leverkusen prägte zunächst eine sehr freundliche und friedliche Stimmung das Straßenbild. Ab 15 Uhr stieg allmählich die Zahl von Körperverletzungen und Streitereien.

Bilder: Giesberts