Der Tag nach dem Zugunglück – 41 Verletzte – Bundespolizei ermittelt

Es war 19:30 Uhr als ein Regionalexpress der Linie 7 in einen Güterzug prallte. Wie es genau dazu kam, steht noch nicht fest. In einer ersten Meldung der Bundespolizei war von mehr als 50 Verletzten die Rede, nach einer ersten Sichtung waren es noch fünf. Am heutigen Morgen steht dann fest, 41 Personen wurden insgesamt verletzt, eine Person wurde schwer verletzt, sieben weitere mittelschwer und 33 leicht verletzt. Die restlichen 132 Betroffenen wurden ebenfalls von Rettungskräften betreut. In den Einsatz waren bis zu 400 Einsatzkräfte gebunden. Auf einer länge von 20 Metern ist der Zug beschädigt, das nicht mehr passiert ist, ist lediglich dem Triebwagenführer zu verdanken welcher eine Vollbremsung einleitete.

Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

Die Bundespolizei und Experten des Eisenbahnbudesamtes haben die Ermittlungen aufgenommen. Erst wenn diese den Unfallort freigeben kann mit der Bergung der Züge und den Reparaturarbeiten begonnen werden.

Strecke noch Tage gesperrt

Aufgrund der starken Beschädigung der Strecke geht der Betreiber des RE7, NationalExpress, davon aus das die Strecke noch mehrere Tage gesperrt bleiben könnte. Die Strecke wird nun auf weitere Schäden überprüft. Für die Zeit der Streckensperrung wurde zwischen Krefeld und Neuss ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Ebenfalls betroffen ist die Linie RE10 von Kleve nach Düsseldorf die von der NordWestBahn betrieben wird.

Warum kam es zu so unterschiedlichen Meldungen was die Anzahl der Verletzten angeht? – Eine Frage die heute viele beschäftigt, dabei ist der Grund relativ simpel. Da durch den heftigen Aufprall auch die Oberleitung beschädigt wurde und auf den Personenzug fiel, musste diese zuerst geerdet werden, damit die Einsatzkräfte den Zug betreten konnten. Dies kann schon mal einige Zeit dauern.

Rettungskräfte aus dem gesamten Rheinland im Einsatz

Der Rhein Kreis Neuss forderte bereits in der Anfangsphase des Einsatzes, zahlreiche Rettungskräfte aus anderen Städten an. Unter anderem waren auch drei Rettungswagen und ein Notarzt der Feuerwehr Krefeld vor Ort. Ebenfalls kamen weitere Kräfte aus Düsseldorf, Köln, Duisburg und ein Hubschrauber der Bundeswehr zum Einsatz.

Bild: Feuerwehr Meerbusch   Redaktion: L. Giesberts/ B. Lieb