Ergebnisse des Blitzmarathons

Hier die offiziellen Pressemeldungen der Städte Krefeld, Düsseldorf und Duisburg bezüglich des ersten europaweiten Blitzmarathons:

 

Krefeld (ots) – Der achte landesweite Blitzmarathon war erstmalig in einem europaweiten Blitzmarathon eingebettet. Im Stadtgebiet Krefeld wurden Messungen durch die Polizei und durch Mitarbeiter des Fachbereichs Ordnung der Stadt Krefeld durchgeführt.

Insgesamt wurden 24.314 Fahrzeuge an 62 Kontrollstellen gemessen. Hierbei wurden 25 Messstellen durch die Stadt Krefeld eingenommen.

Genau 799 Fahrzeugführer waren zu schnell. Das entspricht einer Quote von 3,29 Prozent. Die gute Quote des Zwischenergebnisses (2,9 Prozent) ließ sich am Nachmittag leider nicht bestätigen. Bei den beanstandeten Verstößen erfolgten Verwarnungen und Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

Herausragend war der Geschwindigkeitsverstoß eines Pkw-Führers in den Abendstunden. Auf der Gladbacher Straße wurde er bei erlaubten 70 km/h mit vorwerfbaren 116 km/h gemessen. Ihn erwartet ein Bußgeld und ein Fahrverbot. Zwei weitere Fahrzeugführer erwartet ebenfalls ein Fahrverbot.

Bei 16 anderen Verkehrsverstößen waren fünf Verwarnungen nötig wegen des Telefonierens während der Fahrt sowie sechs Verwarnungen wegen des Nichtanlegens des Sicherheitsgurtes.

Alkoholsünder gingen der Polizei nicht ins Netz.

Zu schnelles Fahren ist der Killer Nr. 1. Unabhängig von der Frage, wer den Unfall verursacht hat, entscheidet die Geschwindigkeit über Leben und Tod. Das soll durch den Blitzmarathon verdeutlicht werden und den Menschen bewusst werden.

Dieser Blitzmarathon endete wie vorgeplant am 16.04.2015 um 24:00 Uhr. (421/Kni.)

 

Düsseldorf (ots) – Erster europaweiter Blitzmarathon – Polizei Düsseldorf zieht Bilanz

Mehr als 180 Polizeibeamte überwachten bis Mitternacht gemeinsam mit den Mitarbeitern der städtischen Verkehrsüberwachung im Düsseldorfer Stadtgebiet und auf den umliegenden Autobahnen die Geschwindigkeit. Auch dieses Mal verhielt sich das Gros der Fahrzeugführer vorbildlich, lediglich drei Prozent der gemessenen Verkehrsteilnehmer fuhren zu schnell.

In Düsseldorf kontrollierten die Beamten 9.820 Pkw-, Lkw- und Motorradfahrer. 278 davon waren zu schnell unterwegs. In zwei Fällen müssen die Verkehrssünder demnächst zu Fuß gehen, ihnen droht ein Fahrverbot. Gegen 16.50 Uhr befuhr ein 21-jähriger Mann die Völklinger Straße statt der erlaubten 30 km/h mit 66 km/h. Ihn erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.

Auf den Autobahnen wurden 56.162 Fahrzeugführer überprüft. Die Beamten stellten 1.688 Verstöße fest. In 54 Fällen droht ein Fahrverbot. Auf der A 44 bei Meerbusch wurde ein Fahrzeugführer mit 188 km/h bei erlaubten 100 km/h gemessen. Dem Mann drohen zwei Punkte in Flensburg, drei Monate Fahrverbot und 600 Euro Bußgeld.

Zu zwei weiteren außergewöhnlichen Vorfällen kam es auf der A 52. Gegen 14.35 Uhr hielten die Beamten bei Düsseldorf einen Audi A 6 mit bulgarischem Kennzeichen an. Der Fahrer war nicht nur 49 km/h zu schnell gefahren, bei der Kontrolle des 22-Jährigen fiel zudem auf, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Bei näherer Überprüfung stellte sich zudem heraus, dass der junge Mann bereits am Vortag ohne Führerschein in Gelsenkirchen angehalten worden war und der gestern genutzte Pkw im Rahmen eines zurückliegenden Verkehrsunfalls von der Unfallstelle geflüchtet war. Kurz darauf, gegen 14.40 Uhr, wurde in der gleichen Messstelle ein Peugeot Boxer angehalten, dessen 32-jähriger Fahrer 23 km/h zu schnell unterwegs war. Auch dieser Fahrer verfügte nicht über einen Führerschein. Bei seiner weiteren Kontrolle ergaben sich nicht nur Anhaltspunkte dafür, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gefahren war, in seinem Fahrzeug befand sich zudem eine geringe Menge Cannabis und eine nach dem Waffengesetz verbotene Waffe.

 

Duisburg (ots) – Duisburg: Abschlussmeldung Blitzmarathon 7.277 kontrollierte Fahrzeuge – 338 Geschwindigkeitsverstöße

Der achte Blitzmarathon ist in der Nacht zu Ende gegangen. Die Duisburger Polizei hat gemeinsam mit der Stadt fast 7.300 Fahrzeuge kontrolliert. Rund 30 Beamte waren am Donnerstag (17. April) von sechs Uhr bis Mitternacht an 15 Kontrollstellen in Duisburg unterwegs. Bereits um sieben Uhr war ein Autofahrer auf der Uerdinger Straße in Mündelheim 26 km/h zu schnell gefahren. In Homberg auf der Halener Straße war eine Fahrerin noch vor der Abfahrt von ihrem Freund gewarnt worden. Nach nur 200 Metern Fahrt, kam die Kelle. Die Frau war mit 52 km/h unterwegs, wo 30 erlaubt sind.

Auf der Essenberger Straße (Asterlagen) ärgerte sich ein Autofahrer (69), der mit 80 (50 km/h erlaubt) Stundenkilometern gemessen wurde. Wegen des Blitzmarathons war er den ganzen Tag mit Tempomat gefahren. Erst fünf Minuten vorher hatte er ihn ausgeschaltet. Jetzt erwartet den Xantener Post von der Bußgeldstelle.

Am Nachmittag hielten die Polizisten auf der Weseler Straße in Marxloh einen 25-jährigen in Duisburg wohnenden Bulgaren an, der mit 88 km/h bei erlaubten 50 km/h unterwegs war (vorwerfbar: 35km/h zu schnell). Der BMW-Fahrer legte den Beamten einen internationalen Führerschein vor, der offensichtlich gefälscht war. Die Weiterfahrt wurde untersagt, der Führerschein sichergestellt. Neben der Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen zu schnellen Fahrens erwartet den 25-Jährigen jetzt auch eine Strafanzeige wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis. Eine Überprüfung zweier weiterer Insassen des Fahrzeugs ergab, dass diese zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben waren.

Ein 25-jähriger Duisburger war um 18:20 Uhr auf der Friedrich-Ebert-Straße in Laar mit seinem VW Golf unterwegs. Er kam mit dicker Backe vom Zahnarzt und war bei erlaubten 50 mit 105 km/h (vorwerfbar 101 km/h) auf dem Weg nach Hause: 280 EUR Geldstrafe, 2 Monate. Fahrverbot, 2 Punkte in Flensburg.

Ebenso erwischte die Polizei einen 35-jährigen Duisburger, der mit seinem Audi A4 auf der Heerstraße im Dellviertel unterwegs war. Im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle wurde er angehalten und räumte auf Befragen ein, dass er am Vortag Rauschgift konsumiert habe. Ein Drogenvortest verlief positiv. Wegen des Fahrens unter Drogeneinfluss erwartet ihn jetzt eine Ordnungswidrigkeitenanzeige, wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eine Strafanzeige. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt.

Temposünder müssen jeden Tag mit Geschwindigkeitskontrollen rechnen, die Polizei hat auch nach dem Blitzmarathon Raser im Visier. Autofahrern muss klar sein: Dort, wo man bei einer Fahrgeschwindigkeit von 30 km/h zum Stehen kommt, beginnt man bei Tempo 50 erst zu bremsen! Die Alternativen lauten: Das Fahrzeug trifft ungebremst auf den Fußgänger, wenn man 50 km/h fährt oder der Unfall wird gar nicht erst geschehen, wenn man 30 km/h fährt.