HoGeSa in Köln- Köln 2.0

Am morgigen Tag findet die Demonstration „Köln 2.0“ statt. Ein Jahr nach dem die HoGeSa Köln in einen Ausnahmezustand versetzte,
will sich Vereinigung wieder zu einer Kundgebung versammeln. Im Vorfeld gab es mehrere Verfahren wegen dem Austragungsort, dieser wurde
nämlich nach Deutz verschoben. Auch einen Marsch wird es in diesem Jahr nicht geben. Die Kölner Polizei hat ebenfalls dutzende
Bereichsbetretungsverbote ausgesprochen.

 

IMG_9809

Das Polizeipräsidium Köln und die Bundespolizei St. Augustin haben im Vorfeld mehrere Pressemeldungen mit Informationen zu „Köln 2.0“:

Meldung des Polizeipräsidiums Köln vom 24.10.2015

Köln (ots) – Das OVG Münster hat heute (24.10.2015) in zweiter Instanz den Auflagenbescheid des Polizeipräsidiums Köln bestätigt und die Beschwerde des Anmelders der Versammlung „Köln 2.0“ zurückgewiesen. Demnach hat die Versammlung auf der Platzfläche zwischen dem Barmer Platz, der Barmer Straße, der Deutz-Mülheimer Straße und der Lenneper Straße in Deutz stattzufinden. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Darüber hinaus hat gestern (23.10.2015) das Verwaltungsgericht Köln die Klage eines Hooligans (23) abgewiesen. Der 23-jährige hatte sich an das Gericht gewandt, das gegen ihn vom Polizeipräsidium Köln verhängte Bereichsbetretungs- und Aufenthaltsverbot für den 25.10.2015 aufzuheben. (sb)
Meldung der Bundespolizei St. Augustin vom 23.10.2015

Sankt Augustin, Köln (ots) – Sankt Augustin, Köln – Die Polizei Köln hat gestern (21. Oktober), dem Beschluss des Verwaltungsgerichtes folgend, dem Versammlungsleiter der Demonstration „Köln 2.0“ Auflagen zur Durchführung der Veranstaltung am 25.10.2015 erteilt. Als Kundgebungsort legte die Versammlungsbehörde die Platzfläche zwischen dem Barmer Platz, Barmer Straße, Deutz-Mülheimer Straße und Lenneper Straße in Deutz fest. Neben der Veranstaltung „Köln 2.0“ sind weitere, zahlreiche Veranstaltungen/ Gegenveranstaltungen im Stadtgebiet Köln und im Bereich Köln-Deutz angemeldet. Aufgrund der zurückliegenden Erfahrungen rechnet die Bundespolizei mit einer Vielzahl von Anreisen der Versammlungsteilnehmer mit der Deutschen Bahn. Dabei wird es zu unvermeidbaren Beeinträchtigungen des Bahnreisendenverkehrs, insbesondere an den Bahnhöfen Köln Hauptbahnhof und Köln/ Messe Deutz, kommen. Die Bundespolizei ist für die Sicherheit in Zügen und an den Bahnhöfen zuständig. Sie ist mit zusätzlichen Kräften vor Ort im Einsatz und ist bemüht im engen Zusammenwirken, eine Beeinträchtigung des Reiseverkehrs auf ein Minimum zu begrenzen.
Meldung des Polizeipräsidums Köln vom 22.10.2015

Die Polizei Köln hat gestern (21. Oktober), dem Beschluss des Verwaltungsgerichtes folgend, dem Versammlungsleiter der Demonstration „Köln 2.0“ Auflagen zur Durchführung erteilt. Als Kundgebungsort legte die Versammlungsbehörde die Platzfläche zwischen dem Barmer Platz, Barmer Straße, Deutz-Mülheimer Straße und Lenneper Straße in Deutz fest.

Der Anmelder hat mittlerweile über seinen Rechtsbeistand gegen diese Auflage Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. In einer Sondersitzung wird der Polizeibeirat von Polizeipräsident Wolfgang Albers und dem Einsatzleiter Michael Temme über den aktuellen Stand informiert.
Meldung des Polizeipräsidiums Köln vom 20.10.2015

Köln (ots) – Die Polizei Köln hat an rund 50 Gewalttäter für den kommenden Sonntag (25. Oktober) Bereichsbetretungsverbote im Zusammenhang mit der Demonstration „Köln 2.0“ zugestellt.

Die 48 Männer und Frauen, die in den nächsten Tagen Post der Polizei Köln erhalten, waren hinreichend bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen des HoGeSa-Aufzugs im Vorjahr in Erscheinung getreten. Wegen dieser Straftaten wurden die Empfänger entweder bereits rechtskräftig verurteilt oder durch die Staatsanwaltschaft angeklagt.

Bereits am vergangenen Donnerstag (15. Oktober) hat die Polizei gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichtes Köln Beschwerde eingelegt. Mit den Bereichsbetretungsverboten will die Polizei auch diese Möglichkeit nutzen, dass sich Szenen und Bilder des Vorjahres möglichst nicht wiederholen. (af)
Das geschah im letzten Jahr:

Demonstration in der Kölner Innenstadt – Polizei zieht vorläufige Bilanz
Mehrere tausend Anhänger der Vereinigung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) haben am 26. Oktober (Sonntag) in der Kölner Innenstadt gegen Salafisten demonstriert.

Während der Versammlung kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen mit mehreren Verletzten. Gegen 15 Uhr versammelten sich mehrere tausend Teilnehmer zunächst friedlich auf dem Breslauer Platz, um dort lautstark ihre Parolen zu skandieren.

Unmittelbar nach Beginn des Aufmarsches der HoGeSa um 15.33 Uhr kam es im Bereich der Turiner Straße zum Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen. Die zum Großteil stark alkoholisierten und aggressiven Demonstranten griffen anschließend Einsatzkräfte mit Gegenständen und Feuerwerkskörpern an. Die Polizei ging in der Turiner Straße und später am Breslauer Platz mit Schlagstock, Pfefferspray und Wasserwerfer gegen Gewalttäter vor.

Mit Beginn der Ausschreitungen erklärten die Organisatoren die Versammlung für beendet. „Trotz der vom Veranstalter angekündigten Friedfertigkeit haben wir mit einer großen Anzahl gewaltbereiter Teilnehmer gerechnet“, sagte der Einsatzleiter, Leitender Polizeidirektor Klaus Rüschenschmidt. „Gegen massive gewalttätige Übergriffe sind wir konsequent vorgegangen.“

IMG_9989

Eine Gegenveranstaltung auf dem Bahnhofsvorplatz mit anschließendem Aufzug zum Friesenplatz verlief ohne Zwischenfälle. Daran nahmen mehrere hundert Personen teil.

Die vorläufige Bilanz des Einsatzes: 44 verletzte Beamte von Landes- und Bundespolizei sowie 17 freiheitsentziehende Maßnahmen. Des Weiteren wurden mehrere Einsatzfahrzeuge beschädigt.

IMG_9793

Redaktion: Leonhard Giesberts
Quellen: Presseportal, BNK-Archiv Service