Mann entzündet sich selbst- Großeinsatz in Stenden

Pressemeldung der Polizei Kleve:

Auf Grund der Ermittlungen der Kripo Kalkar ist davon auszugehen, dass der 37-jährige Mann aus Eritrea seine Kleidung selbst in Brand gesetzt hat. Demnach begab sich der 37-Jährige alleine in einen Duschraum im Erdgeschoss der Zentralen Unterbringungseinrichtung in Stenden. Er legte seine Jacke und seine Schuhe ab und zündete seinen Pullover an. Vier Mitbewohner erstickten mit Decken und Jacken sofort die Flammen.

Anzeichen für ein Fremdverschulden haben sich nach dem derzeitigen Ermittlungsstand nicht ergeben.

Der mit einem Rettungshubschrauber in die BGU Duisburg verbrachte Verletzte wurde noch am gleichen Tag in ein künstliches Koma versetzt. Dieser Zustand wird noch ca. 14 Tage andauern. Ca. 18 Prozent der Haut des Mannes wurden verbrannt. Hauttransplantationen sind erforderlich. Derzeit besteht keine Lebensgefahr für den 37-Jährigen. Da der Mann erst nach den Operationen vernehmungsfähig ist, sind die Hintergründe des Suizidversuchs auch weiterhin nicht bekannt.

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(c) BNK-Archiv Service/ DRK Weeze im Einsatz

Großeinsatz von Rettungskräften am Mittag in Kerken-Stenden. In einer Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber des Landes Nordrhein Westfalen kam es am Mittag zu einem tragischen Zwischenfall. Gegen 12:50 Uhr verließ ein 37 Jähriger
Eriträer mit brennender Kleidung den Duschraum im Erdgeschoss der Unterkunft. Sofort reagierten vier weitere Bewohner in dem sie die Flammen mit Decken und Jacken erstickten. Das ehemalige Hotel wurde umgehend evakuiert und ein
Großaufgebot an Rettungskräften rückte an.

Nach ersten Angaben hat sich der 37 Jährige selbst entzündet. Aufgrund der schweren Verbrennungen wurde ein Rettungshubschrauber angefordert und der Patient in das Unfallkrankenhaus nach Duisburg geflogen.
Nach Angaben eines Notarztes sei Lebensgefahr nicht ausgeschlossen.  Im Einsatz war neben der Feuerwehr ein Großaufgebot der Polizei, des Rettungsdienstes und des DRK.

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(c) BNK-Archiv Service / RTH Christoph 9 im Einsatz

Als bereits Anfang 2014 klar war das in dem ehemaligen und leerstehenden Tagungshotel eine Flüchtlingsunterkunft enstehen sollte wurde sie mit rechten Parolen und Zeichen beschmiert. Im Februar 2014 führte die Jugendfeuerwehr Kerken
mit weiteren Einheiten aus Kempen, Goch, Venlo und der Rettungshundestaffel Krefeld eine Großübung durch um auch im Ansatz ein Zeichen gegen Rechts zu setzen.

/GIE