|Reportage| Großalarm an der Robert Junk Gesamtschule

Samstag Morgen, 08:30 Uhr.
Die Vorbereitungen an der Robert-Junk Gesamtschule laufen auch Hochtouren. Verletztendarsteller des Jugend Rot Kreuz aus Krefeld werden professionell geschminkt.
Zusammen mit 30 weiteren Schülern der Schule werden sie auf ihre Positionen später eingewiesen.

Währenddessen auf der nahe gelegenen Feuerwache Hüls. Hier überprüfen gerade 15 Jugendliche der Jugendfeuerwehr Hüls und Traar ihre Einsatzfahrzeuge. Von dem bevorstehenden Einsatz ahnen sie nichts.
Die Jugendlichen führen ihren so gennanten Berufsfeuerwehrtag durch und bilden für die nächsten 24 Stunden den „Löschzug Nord“. (Mehr zum Thema „Berufsfeuerwehrtag“ erfahrt Ihr in der übernächsten Samstagsreportage)

Gegen kurz vor neun beziehen die Verletztendarsteller dann ihre Positionen und der Keller wird verraucht. Um Punkt 09:00 Uhr ertönen die Funkmeldeempfänger der Jugendlichen und der Virfach-Gong ertönt im ganzen Wachgebäude. Kurze Zeut später rückt der Löschzug Nord, bestehend aus einem Einsatzleitwagen 1, zwei Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge 20/16 sowie einem Rettungswagen des Malteser Hilfsdienst aus.
Nach weniger als einer Minute Anfahrt treffen die ersten Kräfte ein. Der Einsatzleiter erkundet gemeinsam mit den Gruppenführern die Lage und lässt umgehend zwei weitere Jugendfeuerwehren (Kempen und St. Tönis)sowie die Behandlungsplatz 50 Komponente des Katastrophenschutzes der Malteser nachalarmieren. Die Jugendfeuerwehr Hüls/Traar setzt als erst eintreffende Kraft umgehend zwei Atemschutztrupps zur Menschenrettung ein.

Während ein Trupp in den stark verrauchten Keller vordringt versucht ein zweiter Trupp in das erste Obergeschoss zu kommen wo sich noch eine gesamte Schulklasse aufhält. Der erste Trupp führt bereits nach wenigen Minuten acht Personen mit „Atemwegsreizungen“ ins freie und übergibt diese an die mittlerweile eingetroffenen Rettungskräfte des Malteser Hilfsdienstes. Diese bauen neben einer Erstversorgung wo die Patienten gesichtet und verteilt werden einen Behandlungsplatz und eine Betreuungsstelle ein. Dafür werden auch zwei Zelte aufgebaut. Auch die zusätzlichen Jugendfeuerwehren rücken nach und auch mit drei Löschfahrzeugen und 27 Mann an. So kann sich die Jugendfeuerwehr Hüls/Traar auf die Brandbekämpfung konzentrieren während die Neue Trupps aus den Nachbarstädten unter
„Atemschutz“ in das gebäude vorgehen um die restlichen Verletzten zu retten. Nach rund 50 Minuten sind alle Personen gerettet und an die Sanitäts- und Rettungskräfte der Malteser übergeben.
Das Schulgebäude wird im Anschluss mittels Hochdrucklüfter vom Rauch befreit und an den Hausmeister übergeben.

Zum Glück handelte es sich hierbei nur um eine Übung. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte mit ca. 15 Fahrzeugen im Einsatz, zusätzlich kam noch ein ca. 10 köpfiges Vorbereitungsteam und das Jugendrotzkreuz Krefeld dazu.

Bildergalerie zum Berufsfeuerwehrtag

Redaktion: Leonhard Giesberts
Bildrechte: Tim Bartikowski

 

im Auftrag der Jugendfeuerwehr Krefeld Hüls und Traar.