|REPORTAGE| Wenn Helfer Hilfe brauchen !

Wenn ein Unglück passiert, eilen Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzgeschehen. Was sie dann zu sehen bekommen, ist oft auch der Grund dafür, dass sie später selbst Hilfe brauchen: verstümmelte Körper, sterbende Menschen, verletzte Kollegen.

Immer häufiger kommt es nach Einsätzen bei Ehrenamtlichen Helfern von Feuerwehren und Hilfsorganisationen zu Post-Traumatischen Belastungsstörungen. Dabei muss die Bedrohung nicht unbedingt nur eine Person betreffen, sondern sie kann auch von mehreren erlebt werden. Dabei kommt es meistens auf die Vorgeschichte der betroffenen Person an, denn eine Posttraumatische Belastungsstörung ist eine mögliche Folgereaktion eines oder mehrerer traumatischer Ereignisse. So erkranken Beispielsweise Personen, die  Zeuge eines schweren Unfalls oder einer Gewalttat wurden, anfälliger als Personen die so etwas noch nie erlebt haben. Aber auch hier gilt: Kann muss aber nicht.

Da Einsatzkräfte solchen Situationen täglich ausgesetzt sind und  im Einsatz, verstörende Bilder sehen, erkranken sie immer häufiger daran. Deshalb kommen sogenannte PSU-Teams (Psychosoziale Unterstützung) zum Einsatz die besonders auf die Reaktionen der einzelnen Einsatzkräfte achten und auffällige Helfer entsprechend betreuen.

Betroffene zeigen häufig Symtome von Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhter Wachsamkeit und übermäßiger Schreckhaftigkeit
Nicht zu vergessen ist, das die meisten Einsatzkräfte, Tag und Nacht, rund um die Uhr und das auch noch freiwillig für andere Menschen, die in Not geraten Einsatzbereit sind.

Im folgenden Video wird verdeutlicht wie schlimm ein Ereignis vor allem auf Einsatzkräfte und deren Familien wirken kann und wie den Betroffenen geholfen wird.

 

Bericht: Fiedler