Schnell- schneller- Krefeld : Retter erfüllen Schutzziel

Stellen Sie sich vor bei Ihnen brennt es. Nach 3,5 Minuten werden die meisten Brände entdeckt, nach 5 Minuten ist die Feuerwehr dann alarmiert. Diese trifft weitere acht Minuten später (13 Minuten) mit 10 Mann (AGBF Empfehlung) ein. Das bedeutet den Rettern bleiben jetzt noch genau 4 Minuten um eine erfolgsversprechende Rettung durchzuführen. 

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Bild: BNK-Archiv Service

Doch leider können nicht alle Städte diese Anforderungen erfüllen. Der Grund: Sparen!. In Bremen zum Beispiel wurde die Eintreffzeit der Feuerwehr auf 11,5 Minuten erhöht. Dies hat zur Folge das theoretisch nur noch 30 Sekunden zur Rettung der eingeschlossenen Personen verbleiben.  Trotzdem erreicht die Hansestadt das Schutzziel in gerade einmal 76% der Einsätze.  Das ARD Magazin „Plusminus“ (WDR) hat bei 75 Städten mit über 100.000 Einwohnern nachgefragt. 36 haben geantwortet.

Ergebnis:

30 Städte erreichen ihr Schutzziel nicht, dies entspricht 40% Bundesweit. Davon erreichen 15 Städte nur unter 90% (darunter auch Düsseldorf-Dortmund-Duisburg) und weitere 15 orientieren sich nicht an den Empfehlungen der AGBF.

Die anderen sechs Städte erreichen nach eigenen Angaben über 90% des Schutzzieles. Das bedeutet, in der jeweiligen Stadt trifft die Feuerwehr 8 Minuten nach Alarm mit mindestens 10 Mann ein. Zu diesen Städten zählt auch Krefeld. Neben Krefeld schaffen dies noch Mönchengladbach, Frankfurt am Main, Köln, Saarbrücken und Wolfsburg.

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Bild: BNK-Archiv Service

Im Fall der Feuerwehr Bremen, welche ihr Schutzziel aufgrund von Sparmaßnahmen nicht schafft, machen sich Feuerwehrleute und Experten sorgen.

Dirk Aschenbrenner von der „Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes“ sagt:“ Bundesweit sollten die Schutzziele gleich und bindend sein“.

Quelle: WDR „Plusminus“

/GIE