Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht – Polizei sucht weiterhin nach Zeugen

Nach den massiven Übergriffen in der Silvesternacht auf dem Kölner Hauptbahnhofsvorplatz hat sich die Anzahl der Strafanzeigen mittlerweile auf 121 erhöht. Die Polizei Köln hatte bereits am Samstag (2. Januar) speziell für diese Straftaten eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. 

„Wir werden alles dafür tun, diese schrecklichen Übergriffe aufzuklären. Wir passen unsere Einsatzkonzepte an diese neue Vorgehensweise der Täter an“

[Polizeipräsident Wolfgang Albers]

Verstärkte Polizeipräsenz am Kölner Hauptbahnhof am gestrigen Abend.

Heute Vormittag haben Polizeipräsident Wolfgang Albers gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker und dem Präsidenten der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin Wolfgang Wurm die Vorfälle thematisiert.
Zudem wurde die Polizeipräsenz an vielen Orten erhöht und gesonderte Ermittlungsgruppen wurden gebildet, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.

Doch nicht nur in Köln kam es zu vermehrten übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht. So erreichten uns Beispielsweise Meldungen aus Hamburg, wobei es nach jetzigem Ermittlungsstand 70 Anzeigen gegeben haben soll. Dabei wurden die Frauen im Bereich Hamburg-St. Pauli sowohl an der Großen Freiheit, als auch am bekannten Jungfernstieg, nicht nur sexuell und körperlich belästigt, sondern im Verlauf zudem noch bestohlen oder beraubt.

Gemeinsam entschieden die Verantwortlichen unter anderem, dass in Zukunft für gleichgelagerte Großereignisse ein Sicherheitskonzept abgestimmt und die Zusammenarbeit weiter intensiviert wird.

Unter anderem sollen neuralgische Orte temporär videoüberwacht und besser ausgeleuchtet werden. Zusätzlich wird die Vorplanung von Einsatzkräften lageangepasst erhöht. Auch die Verfügung von Bereichsvertretungs-verboten, Meldeauflagen und das Verbot von Feuerwerkskörpern an neuralgischen Orten wird weitergehend geprüft.

Die Polizei Köln bittet weitere Opfer erneut, zeitnah Strafanzeige zu erstatten. Passanten, die Straftaten beobachtet oder sogar auf Handyvideos aufgezeichnet haben, werden dringend gebeten, sich umgehend zu melden.

Hinweise bitte an die Ermittlungsgruppe „Neujahr“ unter der Telefonnummer 0221/229-0
oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de.

/FIE