Update zum Flugzeugabsturz: 72 Deutsche Opfer

Digne-les-Bains (F)

Nach dem verheerenden Absturz des A320 der deutschen Fluggesellschaft Germanwings am gestrigen Dienstag wurde die Zahl der deutschen Opfer nach oben korrigiert. Es sind aktuellen Informationen zufolge nun 72 deutsche Opfer, jedoch seien immernoch die Identitäten einiger Passagiere ungeklärt. Unter den Opfern ist auch ein freiwilliger Feuerwehrmann aus Wesseling. Am heutigen Tage wurden zahlreiche Gedenkminuten abgehalten um der Opfer des Fluges zu gedenken. Auch an der Schule in Haltern am See, die beim Absturz 16 Schüler und zwei Lehrer verloren hat wurde den Opfern gedacht. Die Schule hatte am heutigen Tage nicht geschlossen, jedoch fand kein Unterricht statt. Die NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann besuchte die Schule und tauschte sich mit dem Schulleiter aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft trafen am frühen Nachmittag an der Unglücksstelle ein, nachdem am Abend bereits Verkehrsminister Dobrindt und Außenminister Steinmeier dort eintrafen. Der bereits gestern gefundene Flugschreiber, der die Stimmen im Cockpit aufzeichnet wird im Moment in Paris von Experten ausgewertet, der Flugschreiber sei jedoch stark beschädigt und es sei nicht sicher in wie weit die Daten unbeschädigt seien. Es wird spekuliert, dass ein plötzlicher Druckabfall in der Kabine Ursache für den Absturz sei, die Piloten sollen keine Zeit mehr gehabt haben zu reagieren bevor die Bewusstlosigkeit eingetreten sein soll. Weiterhin gestalten sich die Bergungsarbeiten als schwierig, da das Gebiet nicht für Fahrzeuge zugänglich ist und die Einsatzkräfte mit Hubschraubern an die Absturzstelle geflogen werden. Am Nachmittag dankte Merkel den Einsatzkräften und Helfern. Auch trafen Angehörige der Opfer an der Absturzstelle ein. Die Lufthansa, Mutterkonzern der Germanwings, sagte den Angehörigen jede Hilfe zu, auch finanzielle. Auch heute fielen einige Flüge der Germanwings und der Lufthansa aus, da die Besatzungen sich flugunfähig fühlen, meist weil die Besatzungen ihre Kollegen, die umgekommen sind kannten und um diese trauern.

 

/HUE