Großdemonstration von Kurden in Düsseldorf – Zusammenstöße mit der Polizei

Düsseldorf. 25.000 kurdische Demonstranten wurden am heutigen Tag von den Anmeldern der Großdemo erwartet, deutlich weniger waren es. Das Bündnis der verschiedenen Gruppen demonstrierte für die Freilassung des inhaftierten PKK-Führers, Abdullah Öcalan. Der PKK-Anführer ist in der Türkei zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Die Kundgebung wurde am frühen Abend vorzeitig für beendet erklärt

Größtenteils verlief die Demonstration friedlich. Nachdem jedoch Demonstranten der Aufforderung nicht nachkamen Fahnen einzurollen, welche das Gesicht des PKK-Führers zeigten, schritt die Polizei ein. Die Polizei stoppte den Demonstrationszug daraufhin. Beamte wurde außerdem mit

Bild: J. Masolo

Fahnenstangen attackiert, daraufhin setzten diese Pfefferspray ein. Ein Sprecher der Demonstranten sagte, der Zug sei von der Polizei umstellt worden. Ein Polizeisprecher betonte dagegen, dass alle Teilnehmer jederzeit die Demonstration hätten verlassen können, sobald ihre Öcalan-Fahnen eingerollt gewesen seien. Laut Polizei wurden sieben Demonstranten in Gewahrsam genommen und bei mehreren weiteren die Personalien festgestellt.

Desweiteren wurden bei dem Einsatz insgesamt elf Personen verletzt, darunter acht Polizisten. Laut Aussage der Polizei sollen zwei Polizisten schwer verletzt sein. 
Polizei mit Großaufgebot im Einsatz
Neben der Landespolizei, mit den Einsatzhundertschaften der Bereitschaftspolizei sowie der Reiterstaffel, war auch die Bundespolizei an den Bahnhöfen verstärkt im Einsatz.

Die PKK ist in Deutschland als Terrororganisation eingestuft

Am gestrigen Abend (03.11.2017) bestätigte das Oberverwaltungsgericht NRW im Eilverfahren die Rechtspraxis, dass die Demonstranten keine Fahnen oder Transparente mit Öcalan-Abbildungen zeigen dürfen (Az.: 15 B 1371/17). Die PKK ist in Deutschland, der EU und der Türkei seit langem als Terrororganisation eingestuft.

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Beitrag: L. Giesberts   Recherche: B. Lieb   Bilder: J. Masolo/BNK-Pressedienst Archiv  Quellen: Bundespolizei/ WDR.de/ Welt.de/ Polizei Düsseldorf