BNK-PD// Die angekündigte Unwetterfront verlief glücklicherweise weniger schlimm als zunächst vermutet. Bereits am Vormittag hatte die Stadt die Leichtbauhallen auf dem Kasernengelände in Forstwald evakuieren lassen. Die ukrainischen Flüchtlinge kamen bis zum Ende des Unwetters in einer nahegelegenen Turnhalle unter.

Innerhalb einer halben Stunde verdunkelte sich dann am frühen Nachmittag der Himmel, wurde es windig, schüttete wie aus Eimern, blitzte und donnerte es. Dann war der Spuk auch schon wieder vorbei – ein normales Sommergewitter sagen die Wetterexperten. Schäden hinterließ die Front in Krefeld nur wenige. Die ausgerufene Alarmbereitschaft auf den Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehren konnte rasch wieder beendet werden.

In Bockum traf es ein Mehrfamilienhaus. Dort Schlug der Blitz in eine Sat-Anlage ein, sprengte mehrere Dachziegel in zahlreiche Einzelteile und riss ein Kaminrohr herunter. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt, denn die Splitter der Ziegel flogen mehrere Meter weit. Die Feuerwehr kontrollierte das Haus – verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Verletzte in der Region

In Moers krachte ein Baum auf ein Auto. Die Fahrerin wurde leicht verletzt und musste in ein Krankenhaus transportiert werden. Ihr Kind, welches sich ebenfalls im Fahrzeug befand blieb unverletzt.

In Duisburg wurde der Arbeiter eines Frachtschiffes bei Arbeiten an deck vom Blitz getroffen und musste schwer verletzt von der Feuerwehr gerettet werden.

Im Kreis Viersen gab es lediglich eine Hand voll Einsätze, welche die Feuerwehr abarbeiten mussten.

In Düsseldorf stürzte die Oberleitung einer Bahnstrecke auf einen Zug der Linie S11. 120 Menschen wurden von der Flughafenfeuerwehr aus dem Zug geführt und betreut.

Aussicht auf Morgen

Die Feuerwehr Krefeld beobachtet die Lage am morgigen Freitag genau so scharf wie am heutigen Donnerstag – berichtet Sprecher Christoph Manten.

Die aktuelle Warnmeldung des Deutschen Wetterdienstes:

Ein Gewittertief zieht ab Freitagmittag von Westen her über die nördliche Mitte hinweg und sorgt für eine großräumige und heftige Unwetterlage. Dabei werden verbreitet schwere, zum Teil auch extreme Gewitter mit massiven Auswirkungen erwartet. Die Gewitter sind begleitet von schweren Sturm- oder Orkanböen zwischen 90 und 130 km/h (Bft 10-12) sowie heftigem Starkregen um 40 l/m² in einer Stunde und Hagel mit einer Korngröße um 5 cm. Teils ist auch extrem heftiger Starkregen mit rund 60 l/m² in wenigen Stunden wahrscheinlich. Auch einzelne Tornados sind nicht ausgeschlossen. Es besteht die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen sowie Baum- und Astbruch. Auch Beeinträchtigungen der Infrastruktur sind möglich. In den Abendstunden des Freitags kommt es zu einer Wetterberuhigung und das Unwetterpotential nimmt rasch ab. Diese Vorabinformation soll auf das Potential schwerer bis extremer Gewitter hinweisen. Dies soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen. Amtliche Warnungen werden zeitnah herausgegeben. Bitte verfolgen Sie die weiteren Wettervorhersagen mit besonderer Aufmerksamkeit!

Von Leonhard Giesberts - CvD

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