Gleich Neun neue Fahrzeuge für den Krefelder Rettungsdienst drei weitere, welches ein neues Fahrgestell bekommen haben. Der Krefelder Rettungsdienst hat seinen gesamten Fuhrpark einmal rund um erneuert. Insgesamt sechs neue Rettungswagen und drei Notarzteinsatzfahrzeuge wurden komplett neu beschafft, drei ältere Rettungswagen haben einen Kofferwechsel (neues Fahrgestell) bekommen.

Links RTW Generation 2017, Rechts RTW Generation 2013

Bewährtes mit neues Details

Bei den Rettungswagen wurde wieder auf den Sprinter von Mercedes gesetzt. Den Ausbau übernahm „GSF Sonderfahrzeugbau“. Äußerlich unterscheiden sich die neuen von den alten erstmal nicht. Man muss schon genauer hinschauen, sagt uns der ärztlicher Leiter, Dr. Andre Wiegratz. Beim umrunden des Fahrzeuges fällt uns auf, dass sich an jeder Seite eine kleine Kamera befindet. Wiegratz erklärt uns, dass ein Computer alle Kamera zu einem 360° Grad Bild zusammenrechnet. So kann der Fahrer des Fahrzeuges erkennen, ob sich jemand im Toten Winkel befindet. Neu ist ebenfalls ein kleiner Tisch zum hochklappen im Patientenraum. Dieser soll es dem Transportführer leichter machen, auf der Fahrt alle Daten zu protokollieren, bis jetzt musste dies auf dem Schoß gemacht werden. Eine weitere Neuheit ist ebenfalls, dass alle Materialien, die im Einsatz benötigt werden von außen zugänglich sind.

Krefeld funkt Digital

Einer weitere Neuheit ist, dass alle Rettungsmittel  ausschließlich Digital funken sollen. Alle Neufahrzeuge sind deshalb auch nur noch mit Digitalfunk ausgestattet. Für die Kommunikation steht ein Funkgerät im Fahrerhaus zur Verfügung, eine weitere Sprechstelle befindet sich bei den Rettungswagen im Patientenraum.

Der Krefelder Rettungsdienst

Die Einsatzzahlen im Rettungsdienst steigen von Jahr zu Jahr. Bis zu über 100 Notfalleinsätze werden pro Tag in Krefeld gefahren. Davon sind bis zu 30 Einsätze mit Notarzt.

Der Krefelder Rettungsdienst wird derzeit im Verbund von insgesamt vier Institutionen bedient. Die Stadt Krefeld, als Träger des Rettungsdienstes, stellt durch die Berufsfeuerwehr derzeit drei Notarzteinsatzfahrzeuge (2x im 24H Betrieb, 1x Tagesdienst) sowie drei Rettungstransportwagen (Alle im 24 Stundenbetrieb). Zusätzlich hält die Berufsfeuerwehr einen zusätzlichen Rettungswagen bereit, welcher durch das Feuerwehrpersonal besetzt wird, falls alle anderen Rettungsmittel im Einsatz sind. Außerdem gibt es in Krefeld einen speziellen Rettungswagen zum Transport von Übergewichtigen, Infektiösen oder Intensivpatienten. Für die Führung des Rettungsdienstes gibt es ebenfalls einen Leitenden Notarzt in Bereitschaft sowie den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst.

Als Zweitgrößte Institution unterhält der Malteser Hilfsdienst derzeit fünf Rettungswagen (4x im 24H Betrieb und 1x im Tagesdienst) sowie vier Krankentransportwagen (KTW). Jeweils einen Rettungswagen stellen die Johanniter Unfall Hilfe und das Deutsche Rote Kreuz (in dem Fall die DRK gGmbH aus Duisburg).

So ergeben sich folgende Fahrzeuge im Einsatzdienst: NEF (ÄLRD), NEF LNA, 3x NEF, 10 RTW, 1x S-RTW, 4x KTW. Zusätzlich hält die Feuerwehr derzeit fünf Reserve-Rettungswagen vor.

ÄLRD Stadt Krefeld, Dr. Andre Wiegratz

Dr. Andre Wiegratz ergänzt zum Ende unseres Besuchs, wie wichtig es sei, als attraktiver Arbeitgeber aufzutreten. Man wolle, dass die Mitarbeiter sich in ihrem Arbeitsumfeld wohlfühlen und stolz auf ihr Material sind.

Bericht: Leonhard Giesberts (CvD-Planung November/Dezember)   Bilder: BNK-Pressedienst/ Giesberts//Archiv//Feuerwehr Krefeld M. Nelles  Informationen: Dr. Andre Wiegratz, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Stadt Krefeld; Markus Mertens, B-Dienst

 

 

Von Leonhard Giesberts - CvD

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