Rettungsdienste brauchen zu lange

Das ein Rettungswagen nur acht Minuten nach dem absetzen des Notrufes an der Einsatzstelle eintrifft ist kein Problem einzelner Städte.

Die meisten Großstädte, darunter auch viele in NRW schaffen es nicht eine Hilfsfrist von acht Minuten einzuhalten.

Das Problem (auf NRW bezogen): In NRW gibt es keine genaue rechtliche Regelung, die meisten Städte begründen die acht Minuten Hilfsfrist aus dem Rettungsdienstgesetz von 1992 und der allgemeinen Rechtssprechung, leider gelingt dies den wenigsten Städten.

Die Redaktion des Magazins „Plusminus“ (ARD/WDR) befragte Bundesweit dutzende Großstädte, nur wenige Städte konnten verwertbare Daten liefern. Gerade mal zwei Städte, Mönchengladbach und Bottrop, konnten nachweisen das sie in 90% der Einsätze innerhalb von acht Minuten vor Ort sind. In den meisten anderen Städten sind es deutlich weniger als 90%. Wuppertal und Bochum erlauben sogar die kritische Hilfsfrist von 10 Minuten, im Bundesvergleich geht es jedoch noch ganz anders , 32 Städte erlauben sogar Zeiten von bis zu 15 Minuten.

Notärzte fordern deshalb: Eine festgelegte Hilfsfrist von acht Minuten in mindestens 90% der Einsätze.

Quelle: WDR/ARD
Redaktion: PG "Produktion"