Krefeld. In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es in der Krefelder Innenstadt erneut zu einem Rettungsdiensteinsatz nachdem Personen eine Shisha-Bar besucht hatten.

Nachdem eine Gruppe von Männern nach ihrem Besuch einer Shisha-Bar an der Rheinstraße in ein Fastfoodresturant in der unmittelbaren Nähe gingen, klagten einige von ihnen über Übelkeit und Unwohlsein. In Folge der körperlichen Beschwerden wurde der Notruf gewählt. Mehrere Rettungswagen rückten zur Rheinstraße aus. Es stellte sich heraus, dass die Männer eine schädliche Menge Kohlenmonoxid eingeatmet hatten. Drei Personen wurden in das Krefelder Helios Klinikum verbracht, eine Person musste zum Abbau des CO in eine spezielle Druckkammer nach Düsseldorf gebracht werden. In der betroffenen Shisha-Bar wurden anschließend 30 Personen durch die Rettungskräfte gesichtet. Zwar wiesen einige eine leichte Erhöhung der CO-Werte in der Atemluft auf, mussten aber nicht weiter behandelt werden. Die Bar wurde vorerst geschlossen. Die Feuerwehr geht davon aus, dass eine mangelnde Belüftung zu der Vergiftung geführt hat.

Nicht der erste Einsatz dieser Art

Dönerbuden- und Shisha-Bar Meile am Ostwall

Bereits am Donnerstag, den 26.10.2017, mussten zwei Krefelderinnen nach dem Besuch einer Shisha-Bar auf dem Ostwall in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Auch hier kontrollierten Kräfte der Feuerwehr die Bar, meldeten aber Werte die sich im Toleranzbereich befanden.

Was macht Kohlenmonoxid?
Kohlenmonoxid (CO) bindet den Sauerstoff so stark, dass die Sauerstoffversorgung im Körper zusammenbricht. Wer zu viel Kohlenmonoxid einatmet, wird müde, empfindet Übelkeit und bekommt Kopfschmerzen. Man kann aber auch bewusstlos werden und anschließend. Bei leichten Vergiftungen reicht die Behandlung in einer speziellen Druckkammer, bei der ein Überdruck erzeugt wird, sodass das CO leichter über die Atemluft abgeführt werden kann.
Beitrag: L. Giesberts   Recherche: B. Lieb   Bilder: BNK-Pressedienst/ Archiv

Von Newsdesk