Großrazzia wegen rivalisierenden Rockergruppen

Krefeld. Großeinsatz der Krefelder Polizei in Verbindung mit einer Hundertschaft im Stadtteil Linn. An zwei Stellen richteten die Einsatzkräfte Kontrollpunkte ein. Grund dafür soll ein Kampfsportevent in einer Halle in der Straße Bruchfeld sein.

Auf Anfrage erklärt die Polizei, dass es sich bei dem Event um eine so genannte K1-Kampfsportveranstaltung handelt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch rivalisierende Rockergruppen oder Familienclans vor Ort sind und es zu körperlichen Auseinandersetzungen kommt. Alle Besucher werden aufwendig nach verbotenen Gegenständen durchsucht.

Bisher wurden drei Messer sichergestellt, bei drei Personen wurden geringe Mengen Betäubungsmittel festgestellt und eine weitere Person stand unter Drogeneinfluss, ihr wird jetzt der Führerschein entzogen außerdem wurde ein weiteres Fahrzeug sichergestellt. Die Beamte konnten  ebenfalls eine Person in Gewahrsam nehmen, die per Haftbefehl gesucht wurde. Vor Ort sind Einsatzkräfte der Krefelder Polizei und eine Hundertschaft der Landesbereitschaftspolizei.

Offizielle Pressemitteilung der Polizei Krefeld:

Krefeld (ots) – Die Krefelder Polizei hat heute (15. April 2018) im Zusammenhang mit einer Kampfsportveranstaltung, zu der Besucher unterschiedlicher Rockergruppierungen und Familienclans erwartet wurden, Kontrollen durchgeführt. Damit hat sie einen reibungslosen Verlauf der Veranstaltung gewährleistet.

Polizeibeamte haben dazu ab 17 Uhr die Besucher auf der Zufahrt zur Veranstaltungshalle im Gewerbegebiet Bruchfeld kontrolliert.

Dabei stellten die Beamten vier Messer, drei Baseballschläger, ein Schlagstock, eine Axt, zwei Tierabwehrsprays sowie Drogen in geringen Mengen sicher. Sie nahmen einen Mann fest, der per Haftbefehl gesucht wurde. Zudem wurde ein Auto abgeschleppt, weil es zur Sicherstellung ausgeschrieben war. Für einen Autofahrer endete die Fahrt an einer Kontrollstelle, da er unter Drogeneinfluss stand. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein wurde sichergestellt. In einem Auto fanden die Beamten zehn Schreckschusspistolen im Kofferraum. Weil der Besitzer nicht im Besitz eines kleinen Waffenscheins war, wurden die Pistolen sichergestellt.

Bericht: L. Giesberts/ B. Lieb/ A. Forstreuter

Bilder: Alexander Forstreuter

Diese Diashow benötigt JavaScript.