Corona-Ausbruch im DB Instandhaltungswerk in Oppum

Pressemitteilung Stadt Krefeld, 21.07.2020

Aus dem Werk der „DB Fahrzeuginstandhaltung“ in Krefeld-Oppum sind acht Mitarbeitende positiv auf das Corona-Virus getestet worden–drei von ihnen wohnen in Krefeld. Der Fachbereich Gesundheit der Stadtverwaltung Krefeld hat deshalb frühzeitig mit der Ermittlung von Kontaktpersonen begonnen und dann vorsorglich ein umfangreiches Screening aller zur Zeit im Werk arbeitenden Mitarbeitenden angeordnet. Dies sind etwa 550 Personen. Mit den Testungen ist heute (21. Juli) vor Ort durch ein mobiles Team des Krefelder Diagnose-Zentrums begonnen worden. Die Ergebnisse werden zum Wochenende erwartet. Außerdem sind verschiedene Sicherheitsmaßnahmen in Abstimmung mit dem Unternehmen beschlossen worden. Dazu gehört, dass alle Mitarbeitenden am Arbeitsplatz sogenannte FFP2-Masken tragen, die einen größtmöglichen Schutz bieten. „Das Unternehmen verhält sich sehr kooperativ. Aber das ist natürlich auch unsere Erwartung, weil ganz klar der Gesundheitsschutz an allererster Stelle steht“, so Oberbürgermeister Frank Meyer. Das Werk sei mit rund 1400 Beschäftigten sowohl einer der größten Arbeitgeber in Krefeld, als auch ein wichtiger Standort im Unternehmen Deutsche Bahn, da hier unter anderem Service und Wartung für ICE-Züge durchgeführt werde.In diesem Zusammenhang machte Oberbürgermeister Frank Meyer auch deutlich, dass es richtig und wichtig gewesen sei, das Krefelder Diagnose-Zentrum weiter in Betrieb zu belassen –trotz relativ niedriger Infiziertenzahlen. Die ersten drei Infizierten waren dem Fachbereich Gesundheit am 14.Juli gemeldet worden, ein weiterer am 17. Juli als erster „Sekundärfall“ –die Person hat sich also bei einem Mitarbeitenden angesteckt. Ebenfalls am 17. Juli hat das Unternehmen selbst einen Test von 100 Personen durchgeführt, die Kontakt mit den Erkrankten hatten: Mit Ausnahme des bereits positiv-getesteten Mitarbeitenden waren als Proben negativ. Das Unternehmen DB Fahrzeuginstandhaltung hatte nach eigenen Angaben bereits zu Beginn der Corona-Pandemie verschiedene Sicherheits-und Hygienemaßnahmen umgesetzt, darunter Mindestabstände von 1,5 Meter im Werk, oder –sollten diese durch Arbeitsabläufe nicht möglich sein –das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung. Weiterhin seien Reinigungsintervalle erhöht und Corona-spezifische Sicherheitsunterweisungen durchgeführt sowie Informationsunterlagen verteilt worden, der Zugang von Dritten sei eingeschränkt, Mitarbeitende ins Home-Office versetzt und Meetings digital abgehalten worden.