Kohlenmonoxid die unsichtbare Gefahr – 11 Verletzte in Mönchengladbach

BNK-PD// Wieder einmal hat sich gezeigt wie gefährlich das Gas Kohlenmonoxid ist. In den vergangenen Jahren vor allem bekannt durch die gehäuften Einsätze in Shisha-Bars gibt es aber durchaus auch noch mehr Gefahrenquellen.

Über den Notruf der Feuerwehr Mönchengladbach meldete sich am Sonntag Morgen eine Anruferin und berichtete über Schwindel und Übelkeit bei sich selbst und weiteren sich im Einfamilienhaus befindlichen Personen.

Diese Meldung wurde von den ersten Einsatzkräften bestätigt. Die CO-Melder, mit denen unsere Einsatzkräfte standardmäßig ausgerüstet sind, schlugen Alarm. Somit musste hier von einer CO-Vergiftung der Personen ausgegangen werden. Mehrere Personen befanden sich noch im Gebäude. Sofort wurde eine umfassende Menschenrettung unter Pressluftatmer durchgeführt und die Personen zunächst an einer Verletzensammelstelle zusammen geführt. Hier erfolgte die Erfassung, die Sichtung der Patienten und die erste medizinische Behandlungen durch den Rettungsdienst. Insgesamt waren 11 Personen betroffen, von denen zwei schwerverletzt und neun leichter verletzt waren.

Aufgrund der großen Anzahl der verletzen Personen wurde der Rettungsdienst der Feuerwehr Mönchengladbach durch Rettungsdiensteinheiten aus Viersen und Heinsberg unterstützt. Außerdem kamen zwei Rettungshubschrauber zum Einsatz, da die zwei schwerverletzen Personen umgehend einer Druckkammerbehandlung zugeführt werden mussten. Einer der Patienten wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Druckkammer des Klinikums Aachen geflogen, der zweite schwerverletzte Patient sowie zwei weitere leichter verletze Patienten wurden mit dem Rettungswagen in die Uniklinik Düsseldorf ebenfalls zur Druckkammerbehandlung transportiert. Alle weiteren Patienten wurden in umliegende Krankenhäuser in Mönchengladbach transportiert. Das Gebäude wurde parallel ausgiebig gelüftet, eine abschließende Messung zeigte keine erhöhten CO-Werte mehr an.

Im Einsatz waren neben einem Löschzug der Berufsfeuerwehr auch vier Notärzte, der leitende Notarzt, 13 Rettungswagen und zwei Rettungshubschrauber. Die Einsatzfahrzeuge kamen dabei aus Mönchengladbach, Viersen, Heinsberg, Duisburg und Aachen.

Was macht Kohlenmonoxid?

Kohlenmonoxid (CO) bindet den Sauerstoff so stark, dass die Sauerstoffversorgung im Körper zusammenbricht. Wer zu viel Kohlenmonoxid einatmet, wird müde, empfindet Übelkeit und bekommt Kopfschmerzen. Man kann aber auch bewusstlos werden und anschließend. Bei leichten Vergiftungen reicht die Behandlung in einer speziellen Druckkammer, bei der ein Überdruck erzeugt wird, sodass das CO leichter über die Atemluft abgeführt werden kann.

Beitrag: Leonhard Giesberts// BNK-Pressedienst

Quellen: OTS-Feuerwehr Mönchengladbach// BNK-Pressedienst Recherche